Tierheim in  Ungarn

 

Tierschutzhof Ladánybene Stiftung GumiCsont
(Gumicsont ist das ungarische Wort für Gummiknochen, also Gummiknochen Stiftung)


Der Ort Ladanybene liegt in Ungarn ca. 75 km südöstlich von Budapest und 160 km östlich von Siofok am Balaton entfernt.
Es ist ein Ort, der sehr abgelegen liegt und nur ca. 1700 Einwohner hat.
Viki Egri hat sich vor ca. 4 Jahren dort ein Haus mit großem Grundstück und Ställen gekauft, um dort einen privaten Tierschutzhof einzurichten. Ursprünglich kommt sie aus Budapest, wo sie Hundefriseurin war.
Sie selbst spricht etwas Deutsch und ist absolut tierlieb, genauso wie ihr Mann Gabor, die beiden kleinen Töchter und der kleiner Sohn.
Zunächst fanden dort 3 Esel, 1 Kuhn,  1 Pony, mehrere zahme Wollschweine, ein Schwein mit der Flasche großgezogen, Katzen, Hühner und immer wieder Hunde, die sie gefunden haben im Wald, im Ort oder einfach auf der Landstraße ein Obdach.
Mittlerweile hat Viki alle Anträge für eine anerkannte Stiftung erhalten. 

Das heißt aber nicht, dass sie Unterstützung von den ungarischen Behörden bekommt. Sie und ihr Mann unterhalten den Hof mit ihren kleinen Verdiensten durch gleichzeitiges Hundepensionsangebot, sind auf Spenden angewiesen und haben Transportgenehmigungen (Traces) und einen entsprechenden Transporter, um Tiere z.B. nach Deutschland, Österreich oder in die Schweiz gesetzeskonform zu überbringen.
Wir waren mehrmals dort und konnten uns davon überzeugen, dass es ein sehr harter Job und trotzdem Alles gut organisiert ist. Mit ihrem unermüdlichen Einsatz und Engagement ist es dort sehr sauber, die Tiere haben Futter und Wasser und werden so gut es geht, medizinisch versorgt. Sogar eine Quarantänestation gibt es in einem separaten Gebäude und alle neu hinzukommenden Hunde werden dort erst einmal in Quarantäne gehalten und überprüft. 
Außerdem konnten wir uns persönlich ein Bild davon machen, dass sie sehr kompetent und auch, in ihrem möglichen Rahmen, professionell an den Tierschutz herangeht und arbeitet. Das zeigt sich auch in der Quarantänehaltung, der Parasiten/- und vor Allem Giardienbekämpfung, was nicht selbstverständlich in Ungarn ist.
Durchgehend sind etwa 80-120 Hunde (Ausgewachsene und Welpen) auf dem Hof in unterschiedlichen Räumen oder Gebäuden untergebracht. Es gibt ein kleines Welpenhaus, wo auch ein Holzofen steht, so dass sie nicht frieren müssen. 
Die erwachsenen Hunde sind, sofern sie nicht krank oder besonders schwach sind, in kleiner Gruppenhaltung in den Ställen untergebracht, wo jeweils ein ausreichender Auslauf hinzugehört. So können sie tagsüber raus und rein, wie sie möchten.
Es gibt noch weitere Ausläufe, die nur eingezäunt sind und dort befinden sich z.B. Herdenschutzhunde oder Hunde mit dickem Fell, weil die Ställe nicht ausreichen.
Vor zwei Jahren wurde ein Teil der Grundstücks eingezäunt und ein Dach hat diese auch bekommen.  Die Hunde sind nun nicht immer der Witterung ausgesetzt. Besonders im Sommer haben sie so einen Schattenplatz.
Einige Hunde, denen es nicht so gut geht, sind auch im Hausbereich, wo die Wohnung liegt und sind somit besser unter Beobachtung.
Wie man das Alles mit nur drei Personen, von denen Zwei auch noch arbeiten, schafft, ist uns ein Rätsel geblieben. Viel Schlaf bekommen die TIerschutzleute dort sicher nicht.
Hinzu kommt, dass Viki und Gabor regelmäßig die in der Nähe liegenden Tötungen abklappern, um Hunde rauszuholen, den Wald und die Felder durchkämmen mit ihren eigenen großen Hunden, um ausgesetzte Hunde und vor allem Welpen zu finden und immer ein offenes Ohr haben für die Menschen, die an sie herantreten, weil ein Hund mal wieder ‚weg muss’.
Und seit einiger Zeit bekommt sie viele aussortierte Hunde von den illegalen Vermehrern, die ihre Hunde nicht losgeworden sind. Vom Welpen bis zur ausgewachsenen und ausgedienten Zuchthündin ist Alles dabei.
Diese Hunde sind fast immer in einem furchtbaren Zustand.

Viki betreibt außerdem eine Facebook-Seite, auf der sie ihre Hunde präsentiert und bislang dort in die Vermittlung gebracht hat.
Alles in Allem ist es einfach zu viel und wir haben uns nach dem sehr positiven Besuch entschlossen, Viki und ihrem Verein und damit auch den Tieren zu helfen.
Es sind schon etliche Sachspenden zum Tierschutzhof gelangt, wir helfen stark bei der Vermittlung der Hunde, organisieren die Vorkontrollen für Viki und werden weiterhin beim Aufbau behilflich sein.
Natürlich werden auch hier Futter, Welpenmilch, medizinische Mittel, Decken, Handtücher und alles, was die Tiere so brauchen, benötigt.
Mit finanziellen Spenden könnte man sicher zumindest weitere notwendige Hundehütten besorgen, einige dringende Reparaturarbeiten vornehmen und die Ausläufe verbessern. Außerdem verschlingen die Tierarztkosten riesige Summen, die bislang nur durch wenige Vermittlungen nach Deutschland oder Österreich ansatzweise gezahlt werden konnten. Da wird dringend monitäre Hilfe benötigt.
Ein Verein in Ungarn, von Menschen geleitet, die wir als sehr seriös und kompetent kennen gelernt haben und wo es wirklich Sinn macht, zu helfen, um diese Kompetenz und das Engagement bei der Rettung der Tiere zu unterstützen.

Aber auch hier ist Hilfe für Gumicsont durch uns nur möglich, wenn Ihr uns unterstützt !

Da der Ort Ladanybene sehr abgelegen ist, hat es auch sehr viele Menschen im Armut. Wir versuchen überall zu helfen, wo andere wegschauen und sammeln auch Material für Menschen. Sie freuen sich über alles und sind sehr auf unsere Spenden angewiesen.
Statt gebrauchte aber noch gut brauchbare Kleider und Haushaltswaren wegzuwerfen, bitte spenden!